Neues Verfahren entwickelt
Verfahrenstechnik
Zusammenfassung
Filterelemente werden nicht selten über weite Strecken per Bahn, LKW, Flugzeug, Schiff bis zum Einsatzort transportiert. Betreiber hochmoderner BSL-3- und BSL-4-Laboratorien stellen sich immer häufiger die Frage, ob diese Filterelemente auch nach Anlieferung noch alle Qualitätsanforderungen gemäß DIN EN 1822 vollumfänglich erfüllen. Sind die Filterelemente in Betrieb, möchte ein Betreiber als nächstes wissen, ob nach einer bestimmten Betriebszeit alle Filter noch den entsprechenden Abscheidegrad garantieren. Hat das Filterelement vielleicht Lecks, die äußerlich zwar nicht erkennbar sind, aber sich womöglich auf den Abscheidegrad auswirken? Ideal wäre es, wenn ein Betreiber über ein kompaktes Messequipment verfügen würde, das es ihm gestattet, innerhalb nur weniger Minuten sowohl vor Inbetriebnahme als auch während des laufenden Filterbetriebes festzustellen, ob das Filterelement noch der zertifizierten Filterklasse entspricht oder ob es aus sicherheitsrelevanten Gründen ausgewechselt werden muss. Die ingenieurtechnische Lösung, die unter anderem bereits vom Robert-Koch-Institut (RKI) genutzt wird, wurde jetzt auf den Weg gebracht.
Der vorliegende Artikel soll dem Leser einen kurzen Einblick in die Validierung der in situ-Abscheidegradmessung geben, wie sie im Auftrag vom RKI durchgeführt worden ist. Das RKI plant die Errichtung eines neuen Laborgebäudes mit Hochsicherheitslaboratorien BSL 3 und 4. Eine entsprechende Zu- und Abluftfilterung mit HEPA-Filtern nach DIN EN 12128 zur Sicherung der Umwelt gegen Austritt von Viren und anderen Krankheitserregern ist in diesen Laboren zwingend erforderlich. Dies setzt u. a. eine absolute Leckfreiheit sowie einen gesicherten Abscheidegrad der Filterelemente zu jeder Zeit voraus.
Korrespondenz:
Dr.-Ing. Peter Hausch, YIT Germany, Niederlassung Lüftungstechnische Sonderlösungen, Blasewitzer Str. 80, 01307 Dresden; e-Mail: peter.hausch@yit.de
![]() | Peter Hausch Dr.-Ing. Peter Hausch arbeitete nach Abschluss seines Studiums „Kernkraftwerke und Anlagen“ u.a. als Assistent der TU Dresden in der Forschung für „Angewandte Kernphysik“. 1998 wurde er Geschäftsführer von Brandi Consult und IG Höpfner. Seit 2003 ist er Technischer Manager im Bereich Lüftungstechnische Sonderlösungen für Russland und Osteuropa sowie in der Entwicklung von Filteranlagen |