Bei der Merckle GmbH / TEVA Generics System in Ulm werden zur Zeit etwa 800 Rohstoffe, davon sind ein Drittel Wirkstoffe, in der Qualitätskontrolle / Rohstoffkontrolle analytisch untersucht. Zudem werden hier über 7 500 Referenzsubstanzen verwaltet.
Daraus ergeben sich große Herausforderungen in der Umsetzung von nicht nur europäischen bzw. deutschen Gesetzestexten in die Praxis. Der Ausbau einer einheitlichen Struktur im weltweit agierenden Firmenverbund macht es erforderlich, interne, aber gleichzeitig internationale, wesentlich auch mit FDA Richtlinien im Einklang befindliche Arbeitsgrundsätze zu definieren.
Dabei sind die Richtlinien, Verordnungen, EG-/FDA-Guidelines, Normen, Leitfäden, Notes for Guidances, Note to Applicants, Code for Federal Regulation, FDA Guide to Inspection, FDA Guidance for Industry, die Kommentierungen und Interpretationen der Industrieverbände und Behörden, die ISO – Normen und vieles mehr zu beachten.
Nicht zuletzt erkennt man den angestrengten Umgang mit den Regelwerken in der GMP-regulierten Pharmawelt beim Erfahrungsaustausch im Kollegenkreis. Alles was nicht beschrieben und dokumentiert ist, ist nicht durchgeführt. Es wird also diskutiert, interpretiert, definiert und in Standardarbeitsanweisungen (SOP) niedergelegt. Nicht zuletzt an den vielfach angebotenen Seminarprogrammen, welche die Sicht der Länderbehörden und die Sicht der Industrie zu bestehenden und sich verändernden Regelwerken durchforsten, bemerken wir die Lebendigkeit der Gesetze. Diesbezüglich möchte der folgende Beitrag in einem Streifzug vermitteln, was eine Wareneingangskontrolle von Wirk- und Hilfsstoffen so bedeutend und anspruchsvoll macht.
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