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  1. Anticalin-Proteine als neue Wirkstoffklasse / Für therapeutische Anwendungen / Beitrag aus Pharm. Ind. 82, Nr. 2, 283-289 (2020)

    Anticalin-Proteine als neue Wirkstoffklasse / Für therapeutische Anwendungen / Beitrag aus Pharm. Ind. 82, Nr. 2, 283-289 (2020)

    27.03.2020
    Anticaline bilden eine neuartige Klasse therapeutisch anwendbarer künstlicher Bindeproteine. Strukturell basieren sie auf der robusten Gerüststruktur natürlich vorkommender, v. a. humaner Lipocalin-Proteine, welche für den Transport, die Abscheidung oder Speicherung niedermolekularer hydrophober Substanzen in verschiedenen Körperflüssigkeiten sorgen. Deren kelchartige Proteinarchitektur wird durch die sog. beta-Fass-Anordnung aus 8 antiparallelen beta-Strängen mit einer anliegenden alpha-Helix geprägt. Während das beta-Fass an einem Ende durch kurze Peptidschleifen verschlossen ist, bilden 4 strukturell variable Schleifen am offenen Ende eine ausgeprägte Bindungstasche. Kombinatorische Genbibliotheken in Verbindung mit molekularen Selektionsverfahren ermöglichen es, die Ligandenspezifität dieser Gerüststruktur neben niedermolekularen Haptenen auch auf Peptide sowie insbesondere Proteine zu erweitern. Hochaffine Anticalin-Leitkandidaten befinden sich in verschiedenen Stadien der präklinischen und klinischen Entwicklung für biomedizinische Anwendungen in den Indikationsgebieten (Immun-)Onkologie, Stoffwechsel- und Atemwegserkrankungen, als Antidots bei Vergiftungen sowie als neuartiges Antibiotikum. Somit bieten Anticaline eine Alternative zu Antikörpern mit – je nach Anwendung – überlegenen Eigenschaften. (...)

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  2. Die Welt steht still. Nur Schweden nicht

    27.03.2020
    Die meisten Schulen sind offen, es gibt einige Einschränkungen, aber keine Ausgangssperren. Schweden geht in der Krise einen eigenen Weg. Und der ist hoch umstritten. / Wer in diesen Tagen durch Stockholm geht, der merkt, dass es auch in der schwedischen Hauptstadt etwas ruhiger geworden ist. Die großen Kinos haben geschlossen. Viele Menschen arbeiten im Homeoffice. Die Restaurants sind zur Mittagszeit deutlich weniger besucht. Die Universitäten haben auf Fernunterricht umgestellt, ebenso die Oberstufen der schwedischen Gymnasien. Und trotzdem wirkt Schweden derzeit wie eine Insel der Glückseligen in einem Europa von Kontakt- und Ausgangssperren, in dem das öffentliche Leben fast vollständig zur Ruhe gekommen ist. (...)

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  3. Covid-19: WHO kündigt globale Studie an

    27.03.2020
    Aktuell stehen vier Wirkstoffkombinationen im Zentrum der Corona-Forschung. Wissenschaftler testen hierfür auch bereits zugelassene Arzneimittel, so könnte ein potentiell wirksamer Kandidat schneller in der Praxis angewandt werden. Vielversprechend scheinen das Malariamittel Chloroquin und der Abkömmling Hydroxychloroquin, das HIV-Medikament Kaletra (Lopinavir/Ritonavir), Kaletra in Kombination mit Beta-Interferonen und das Virusstatikum Remdesivir, welches bereits gegen Ebola eingesetzt wurde. Die WHO kündigte nun eine großangelegte, weltweite Studie an – sie trägt den Namen Solidarity. (...)

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  4. Krisenmanagement / BPI schreibt an Spahn

    26.03.2020
    Die Pharmafirmen fordern Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, sie ins Krisenmanagement einzubinden. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) beklagt in einem Brief an Spahn fehlende Informationen. / „Wir möchten mit diesem Schreiben an Sie appellieren, die pharmazeutische Industrie aktiv mit einzubinden in Ihr Bemühen, wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen des Virus und der zu treffenden Maßnahmen möglichst gering zu halten“, schreiben der BPI-Vorsitzende Dr. Martin Zentgraf und Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen. Auch in Krisenzeiten sollte der Dialog mit allen Beteiligten erfolgen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Pharmaindustrie leiste als Kern der industriellen Gesundheitswirtschaft seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und tue alles, was sie könne, um die Versorgung auch in diesen schwierigen Zeiten zu gewährleisten. (...)

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  1. Beitrag aus der Ausgabe 2/2020 der Zeitschrift pharmind

    Medizinischer Cannabis in Deutschland

    Eine Momentaufnahme

    Prof. Dr. Markus Veit1,5, Dr. Asli Akkar-Schenkl2, Dr. Mario Wurglics3, Markus Ambrosius4, Prof. Dr. Robert Fürst5 · 1Alphatopics GmbH, Kaufering 2München 3 · Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität, Frankfurt/Main 4 · Sträter Rechtsanwälte, Bonn 5 · Institut für Pharmazeutische Biologie der Goethe-Universität, Frankfurt/Main

    Ein von der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Nov. 2019 veranstaltetes Symposium1) möchten die Autoren zum Anlass nehmen, mit diesem Beitrag einen Überblick zu verschiedenen Aspekten im Kontext der Gewinnung, der Abgabe und des Verkehrs von Cannabisblüten und daraus hergestellten Zubereitungen zu geben. Dabei wird auch eine Reihe von Aspekten aufgegriffen, die im Rahmen des Symposiums diskutiert und von den Vortragenden beleuchtet (...)

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  2. Dr. Nicola Spiggelkötter

    Beitrag aus der Ausgabe 2/2020 der Zeitschrift pharmind

    Planung und Durchführung von GDP-Audits

    Spiggelkötter • GDP-Audits

    Dr. Nicola Spiggelkötter · Knowledge & Support, Bad Harzburg

    Audits sind nicht nur um GxP-Bereich ein zentrales Tool der Qualitätssicherung. Warum erfolgen diese losgelöst von den regulatorischen Anforderungen? Die Antwort auf diese Frage ist eng mit dem Thema Patienten-/Arzneimittelsicherheit verknüpft. Patienten haben nur bedingt die Möglichkeiten, die Qualität von Arzneimitteln selbst zu überprüfen. Deswegen ist das Thema Compliance so wesentlich, lebenswichtig und wird auf drei Ebenen überprüft (...)

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  3. Beitrag aus der Ausgabe 2/2020 der Zeitschrift pharmind

    Qualifizierung von Thermoversandgebinden

    Temperaturprofile und Prüfszenarien

    Dr. Nicola Spiggelkötter · Knowledge & Support, Bad Harzburg

    Die Qualifizierung von Thermoversandgebinden umfasst die Designqualifizierung, bei der grundlegende Anforderungen definiert werden, und die anschließende Funktions- und Leistungsqualifizierung, bei der die Leistungsdaten des Gebindes ermittelt werden. Bei der Auswahl eines geeigneten Thermoversandgebindes sind zahlreiche Bewertungs- und Leistungskriterien zu berücksichtigen. Für die Funktionsqualifizierung, die am leeren Gebinde durchgeführt (...)

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Top Themen

  1. Dr. Daniel Edinger

    Beitrag aus der Ausgabe 2/2020 der Zeitschrift pharmind

    Wirtschaftlichkeit kontinuierlicher Produktion

    Edinger und Kaltenbach • Kontinuierliche Produktion

    Dr. Daniel Edinger und Dr. Thilo Kaltenbach · Roland Berger GmbH, München

    Der gesteigerte Kostendruck in der Pharmaindustrie zwingt Pharmaunternehmen vermehrt ihre Produktionskosten zu optimieren, um ihre Profitabilität nicht zu gefährden. Neben der Optimierung von Produktionsnetzwerken und der Effizienzsteigerung auf Werk- bzw. Betriebsebene rücken dabei radikalere Innovationen wie die kontinuierliche Fertigung in den Blickwinkel der Pharmaindustrie. Die kontinuierliche Fertigung bietet dabei im Vergleich zur (...)

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Vorschau (Änderungen vorbehalten)

  1. Robotics and Pulsed Light for a New Decontamination Process

    Beitrag aus der nächsten Ausgabe 3/2020 der Zeitschrift pharmind
    (erscheint am 30. März 2020)

    Robotics and Pulsed Light for a New Decontamination Process

    The Robotic Tub Decontamination System (RTDS2), born in 2017 from the joint commitment of a highly specialized European manufacturer of complete lines for the aseptic processing and a pioneer of pulsed light in-line packaging decontamination, integrates robotics and pulsed light technology. 2 innovations combined to bring pulsed light technology’s benefits to the pharma sector. The RTDS2 uses pulsed light to decontaminate tubs for pharmaceutical ready-to-use containers. Pulsed light, already applied to the food industry, showed several advantages as a decontamination method. It offers a large spectrum providing efficacy on all kinds of microorganisms, combining a high flash intensity, an important UV dose, a non-toxic vapor lamp, a chemical-free solution. This system can be applied to the whole filling process without interruptions, which is impossible with other decontamination methods. An ad-hoc validation committee conducted a count reduction test that demonstrated a 6-log reduction level based on Bacillus pumilus, established as a benchmark for its superior resistance.