Einsatz von Laser‑Speckle‑Methoden bei pharmazeutischen Primärverpackungen
Maschinen- und Anlagenbau
Zusammenfassung
Im pharmazeutischen Umfeld gewinnen innovative Prüfverfahren zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, die Produkte bereits während der Produktion zuverlässig und effizient auf Dichtheit zu prüfen und somit eine 100 %-Qualitätskontrolle zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund wurde die bildgebende Dichtheitsprüfung mittels Shearografie und Laser-Speckle-Photography (LSP) als vielversprechender Ansatz betrachtet und gezielt für den industriellen Einsatz qualifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine simultane Prüfung mehrerer Objekte möglich ist, wobei die Zuordnung der Prüfergebnisse zu einzelnen Produkten gewährleistet werden kann. Beide Messtechniken erlauben eine automatisierbare Unterscheidung zwischen dichten und undichten Produkten sowie eine Quantifizierung der Leckrate. Es konnten Undichtigkeiten bis zu einer Größe von etwa 20 μm bis 90 μm detektiert werden. Durch die zukünftige Weiterentwicklung der Messtechniken werden noch kleinere detektierbare Fehlstellen erwartet. Die Prüfzeiten liegen im Bereich weniger Sekunden, was eine Integration in Produktionsprozesse ermöglicht.
Korrespondenz:
Luis Wachter
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Friedrich-Bergius-Ring 22,
97076 Würzburg
l.wachter@skz.de
![]() | Luis Wachter studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Physik. Schon während des Studiums beschäftigte er sich mit zerstörungsfreien Prüfmethoden. Seit 2021 arbeitet er am Kunststoff-Zentrum SKZ, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und aktuell als Leiter der Gruppe „Zerstörungsfreie Prüfung”. Er betreut dort neben der Dichtheitsprüfung auch Themen wie die Detektion von Defekten und die Schichtdickenmessung an Produkten aus Kunststoff. |
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