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    Packmittel: Vom Streben nach Perfektion

    Editorial

    Wenn es die TechnoPharm 2-2014 auf Ihren Schreibtisch geschafft hat, dann ist es nicht abwegig, dass sich Zug- oder Flugticket zur Düsseldorfer „interpack“ ebenfalls in Griffweite befinden. Und wie Ihnen geht es schätzungsweise 170 000 Anderen. Von nah und fern reisen sie an, um auf dem gut 300 000 qm2 großen Gelände die neuesten Trends und Innovationen der Verpackungsindustrie zu bestaunen. Die Messe hat für dieses Jahr ca. 2700 Aussteller angekündigt. Doch wussten Sie, dass die „interpack“ dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert? Wir nicht. Was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass die erste Messe – bedingt durch den 3-Jahres-Turnus – bereits mehr als 50 Jahre zurückliegt. Während der Entstehung dieses Editorials haben wir in der Redaktion versucht, uns die erste „interpack“ Anfang der 1960er Jahre auf einer Fläche von etwas mehr als 30 000 qm2 vorzustellen. Eine kleine Zeitreise quasi. Vor unserem geistigen Auge sehen wir einen Teil der damals etwa 30 000 Messebesucher. Nationale wie internationale Gäste, die beispielweise im Opel Kapitän anreisten, der für knapp 10 000 Mark zu haben war. Aus heutiger Zeit ein günstiges Unterfangen, denn der Liter Sprit kostete nur 50 Pfennig. Dank der Erfindung des Düsenflugzeuges konnten Branchenkenner aus 42 Ländern anreisen. Besonders billig flog man 3. Klasse in den alten Propellerflugzeugen nach Düsseldorf. Wem dabei übel wurde, griff zu einem Medikament gegen Reisekrankheit. Das wanderte damals noch für ein paar Pfennige in einer bunt bedruckten Schachtel über den Tresen der Apotheke. Und der Patient vertraute darauf, dass es echt war und aus einem Pharmaunternehmen kam. Heute gibt es ausgeklügelte Sicherheitsmerkmale für Medikamentenfaltschachteln und andere Sekundärverpackungen. Etikettiersysteme sind inzwischen HighTech vom Feinsten. Denn anders als 1960 gilt heute das Arzneimittelgesetz (AMG). Erst 1961 beschloss man, dass die Herstellung von Arzneien gesetzlich zu regulieren und zu überwachen sei. So wurden in den Folgejahren der „interpack“ den Besuchern erstmals Verpackungslösungen vorgestellt, die heute etablierter Standard sind. Die klassischen Glasröhrchen zur Pillenaufbewahrung werden beispielsweise 1964 erstmals durch Blisterverpackungen ersetzt.

    Im Jahr 1962 sind immerhin schon 19 Schachtelsorten auf dem Markt. Der Markt verändert sich mit der Entwicklung von Kunststoffen für die Verpackung. Auch technisch tut sich eine Menge: Faltschachtel-Klebemaschinen erreichen Anfang der 1960er Jahre Geschwindigkeiten von etwa 350 m/min. Neben Kunststoff gewinnt auch Glas mehr und mehr an Bedeutung. Doch das automatisierte Beschriften von Glasbehältern – noch dazu mittels Laser – bleibt vorerst noch Zukunftsmusik. Inzwischen ist Lasertechnologie zur Kennzeichnung von Faltschachteln, Tuben, Ampullen etc. fester Bestandteil vieler Anlagen. Dafür dreht sich in der Gegenwart alles um Geschwindigkeit und Effizienz in der Kennzeichnung. Labelling ist im 21. Jahrhundert existenzielle Grundlage für die Serialisierung und somit Bestandteil der gesamten Wertschöpfungskette. Und damit auch das Bindeglied aller an der Arzneimittelherstellung Beteiligten. Sei es die Verpackung, die Konfektionierung, die IT-Abteilung oder Bereiche wie Qualifizierung und Validierung. Heute ist eine dynamische Vergabe von Seriennummern aus ERP-Systemen mit anschließender Rückmeldung an Datenbanken längst Standard.

    Und damit der Apotheker weitgehend abgesichert. Denn heute können wir nachzuvollziehen, zu welchem Zeitpunkt, an welchem Ort und mit welchen Inhaltsstoffen das Präparat – was über den Apothekentresen wandert – hergestellt wurde. Was für ein Fortschritt! Das AMG wurde inzwischen unzählige Male novelliert, um Herstellung und Vertrieb noch sicherer zu gestalten und damit den Patienten zu schützen. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der TechnoPharm, welche Standards im Jahr 2014 auf dem Verpackungssektor gelten und wie weit die Forschung in den Bereichen Sekundär- und Primärverpackung gediehen ist. Bestenfalls können Sie die Lektüre der neuen TechnoPharm und die Anreise zur Messe kombinieren. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und spannende Reise nach Düsseldorf!

    Ihre Kerstin Jarosch

    Originaldokument