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    Kinderarzneimittel – ein Sorgenkind

    Wie gelingt eine resiliente Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der EU?

    europharm

    1. Einleitung2. Aktueller Status Quo3. Herausforderungen, Lösungsansätze und AusblickFazit
    Keywords: Kinderarzneimittel |  Off-Label-Use |  PIP |  PUMA |  Versorgungsengpässe 

    Zusammenfassung

    Trotz des hohen Bedarfs an Arzneimitteln für Kinder herrscht ein ernst zu nehmender Mangel an speziell für diese Bevölkerungsgruppe zugelassenen Arzneimitteln, wobei die Versorgung schwieriger wird, je jünger die Kinder sind und je seltener die Krankheit auftritt. Wenn kein geeignetes Arzneimittel für erkrankte Kinder und Jugendliche zugelassen ist, müssen behandelnde Pädiater:Innen auf ein Erwachsenenpräparat zurückgreifen. Daher wird ein hoher Anteil von kranken Kindern, ca. 65–90 %, mit Arzneimitteln behandelt, die nicht für diese Altersgruppen bzw. für die Pädiatrie zugelassen sind (sog. „Off-Label-Use“), und bei denen spezifische Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern fehlen. Dieser Off-Label-Use in der Pädiatrie birgt aber – abhängig vom Wirkstoff und der Dosierung – erhebliche Risiken, da Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und heranwachsende Körper anders auf die Arzneimittel reagieren können. So unterscheiden sich z. B. einige Stoffwechselprozesse bei Kindern von denen Erwachsener, und unreife oder im Wachstum befindliche Organsysteme können anders und oft empfindlicher auf Wirkstoffe reagieren. Diese Situation ist dem Großteil der Bevölkerung nicht bewusst. Dieser Beitrag beschreibt und diskutiert die Herausforderungen bei der Entwicklung von Kinderarzneimitteln, gesetzliche Hürden und mögliche Lösungsansätze, um Verbesserungen bei dieser wichtigen Thematik zu erwirken.

    Dr. Birka Lehmann, · BPI, Pia Nothing, · Novartis Pharma, Prof. Dr. Jens Peters, · BPI, Prof. Dr. Barbara Sickmüller, · BPI, Angela Vogt-Eisele, · Cencora PharmaLex, Birgitta Weber, · Apocare Pharma, Dr. Meike Criswell, · BPI

    Korrespondenz:

    Dr. Meike Criswell
    Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) e. V.,
    Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
    mcriswell@bpi.de

    Zusammenfassung

    Trotz des hohen Bedarfs an Arzneimitteln für Kinder herrscht ein ernst zu nehmender Mangel an speziell für diese Bevölkerungsgruppe zugelassenen Arzneimitteln, wobei die Versorgung schwieriger wird, je jünger die Kinder sind und je seltener

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