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    Outsourcing an Verpackungsdienstleister auf dem Vormarsch

    Editorial

    Sehr geehrte Leser des TechnoPharm-Journals,

    dass sich produzierende Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren wollen, ist allseits bekannt und kann niemanden mehr überraschen. Prognosen, dass sich diese Entwicklung in der Pharmaindustrie künftig fortsetzen wird, werden deshalb auch niemanden in Erstaunen versetzen.

    Aktuelle Herausforderungen v. a. durch schleunigst umzusetzende Regularien wie Serialisierung und Unique Device Identification (UDI) verstärken diesen Trend. Denn besonders kleinere Pharmaproduzenten scheuen die für diese Herausforderungen nötigen Investitionen in Hard- und Software – was liegt da näher, als diese durch Outsourcing quasi an Verpackungsdienstleister durchzureichen. Da jedoch wiederum nur mittlere und große Verpackungsdienstleister in der Lage sind, bei Kosten in solcher Höhe in Vorleistung zu gehen, wird sich dieser Markt wohl konsolidieren. Kleinere Anbieter könnten wegen nicht mehr zeitgemäßer Ausrüstung aus dem Geschäft gedrängt werden und Pharmahersteller sich auf wenige Dienstleister fokussieren (müssen).

    Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Pharmaceutical & Medical Devices – Trends and Opportunities in Packaging Operations“ der Association for Packaging and Processing Technologies (PMMI) von November 2016. Dieser befragte 60 Experten bei Pharma- und Medizinprodukteproduzenten sowie Vertragsdienstleistern. Danach lagern 33  % der Befragten die Verpackung oder auch gleich die gesamte Produktion an Dienstleister aus.

    Auf Pharmaverpackungen liegt auch der Fokus der TechnoPharm 2/2017. Ein Beitrag betont, dass (neben der Steuerung von Kennzeichnungssystemen) die richtige Software auch Schwachstellen und Potenziale in der Produktion aufzeigen kann – vorausgesetzt, Geräte und Anlagen werden im Sinne von Industrie 4.0 miteinander vernetzt. Eine Case Study zeigt, wie ein Pharmahersteller die Herausforderungen durch Serialisierung und Aggregation gelöst hat. Das Abfüllen in Primärverpackungen ist Inhalt vier weiterer Beiträge: Der erste beschäftigt sich mit der Einhaltung von Regularien bzgl. GMP, Containment und Reinigung bei der Verpackung hochaktiver Wirkstoffe. Der zweite beschreibt, welche technischen Probleme bei der Befüllung eines Applikators mit einem nasal zu verabreichenden Medikament auftraten und wie sie gelöst wurden. Im dritten Abfüll-Beitrag wird die Blow-Fill-Seal-Technologie und deren Auswirkungen auf Anlage und Produktionsumgebung vorgestellt. Beitrag Nr.  4 schildert eine Validierung einer aseptischen Abfüllung mittels Media Fill. Ein Kontrollverfahren nach der Befüllung ist Thema eines weiteren Autors: Er plädiert für den Einsatz einer 3D-Volumenmessung mittels Laserlichtschnittverfahren.

    Gute Aussichten für Pharmazulieferer: Laut dem PMMI-Report beabsichtigen zwei Drittel der Befragten, in den nächsten Jahren mehr Geld für Investitionsgüter auszugeben. 41  % wollen weiterhin alte Ausrüstung durch neue ersetzen. Aber was tut der Rest? Diese Firmen dürften entweder ihr Equipment erst kürzlich erneuert haben – oder einen Kontrakt mit einem Dienstleister im Auge haben. 82  % wollen Letzteren die Investitionen in Verpackungsausrüstung aufbürden.


    Ihr
    Jens Renke
    Redaktion TechnoPharm

    Originaldokument