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    Messen/Steuern/Regeln als
    Basis automatischer Prozesse

    Editorial

    Sehr geehrte Leser des
    TechnoPharm-Journals,

    die Teilnehmer am 11. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik an der TU Wien im Dezember 2015 wagten einen Blick in die Zukunft der Prozessanalytik: Ihnen zufolge könnte sich diese künftig nicht mehr auf das Messen physikalischer und chemischer Werte sowie das Verstehen der Prozesse beschränken. Vielmehr könnte sie sich auch zur Basis für die modularisierten und flexibilisierten Automatisierungskonzepte entwickeln. Hierdurch triebe die Prozessanalytik zugleich selbst Technologien wie Industrie 4.0, Dezentrale Automation oder Factories of the Future voran.

    Am Beispiel der Beiträge der vorliegenden TechnoPharm-Ausgabe zum Fokus Messen/Steuern/Regeln lassen sich erste Schritte in diese Richtung bereits erahnen: Die Schallgeschwindigkeit wird in der pharmazeutischen Industrie zur Bestimmung von Stoffzusammensetzungen, zur exakten Phasentrennung oder zur Reaktionsverfolgung eingesetzt. Ein Beitrag schildert, wie ein internationaler Pharmahersteller seine Produktion durch neue Schallgeschwindigkeitsmessgeräte optimierte. Die Messgeräte bestimmen inline die Wirkstoffkonzentration in der flüssigen Lösung und stellen die Messwerte online zur Verfügung.

    Eine exakte pH-Messung ist einer Vielzahl chemischer, physikalischer und mechanischer Einflussgrößen unterworfen. Ein weiterer Beitrag erläutert mögliche Fehlerquellen und stellt detaillierte Lösungsansätze vor. Außerdem gibt er praktische Hinweise zu Auswahl und Einsatz von pH-Sensoren und beleuchtet dabei verschiedene kritische Einflussgrößen.

    Zur Aufrechterhaltung der geforderten Qualität von Medikamenten nimmt insbesondere die Überwachung der Klimaparameter Temperatur und relative Feuchte in Produktion und Lagerung eine zentrale Rolle ein. Dies wird auch ausführlich in Richtlinien und Normen gefordert. Dennoch werden gerade diese Parameter oftmals unzureichend oder fehleranfällig manuell oder halbautomatisiert erfasst und dokumentiert. Ein Beitrag bekräftigt, dass insbesondere bei kritischen und sensiblen Umgebungen und Prozessen alle Kriterien für automatisierte Monitoringsysteme sprechen.

    Einen Blick über den Tellerrand wagen wir in unserem Sonderteil Kosmetik: Da zahlreiche Anlagenbauer die Pharma- und Kosmetikbranchen bedienen, konnte nicht verborgen bleiben, dass für beide Industrien in einigen Produktionsbereichen ähnliche Herausforderungen bestehen, die u. U. jedoch unterschiedlich bewältigt werden – was die Frage nach der Möglichkeit eines Know-how-Transfers aufwirft.

    Da bei der Kosmetikproduktion niedrigere regulatorische Anforderungen gelten (eine Art „GMP light“), lassen sich einige Vorgehensweisen nicht 1:1 auf die Pharmaproduktion übertragen. Wie der Beitrag „Smart kennzeichnen – Abgeschaut und quergedacht: Die Kosmetikindustrie liefert neue Ansätze für die Pharmaindustrie“ zeigt, gibt es aber durchaus einige Ansätze, besonders bei Primär- und Sekundärverpackungen und Elementen der kontinuierlichen Produktion.

    Man darf gespannt sein, wie die vom Arbeitskreis Prozessanalytik konstatierte „rasante Veränderung“ in diesem Bereich künftig die Pharmaproduktion verändern wird. Ich hoffe, durch das Lesen unserer Beiträge können Sie neue Einsichten gewinnen und diese auch in die Praxis umsetzen!


    Ihr
    Jens Renke
    Redaktion TechnoPharm

    Originaldokument