21.04.2026Christian Kullmann soll bis 2030 Vorstandschef von Evonik bleiben. Hierauf hat sich der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung verständigt. Zugleich berief das Gremium Michael Rauch zum neuen Finanzvorstand. Beide Entscheidungen fielen einstimmig. Kullmann (57) ist seit 2003 im Konzern und wurde 2014 zum Strategievorstand berufen. Er leitet den Vorstand seit Mai 2017. Formal wird der Aufsichtsrat Kullmanns Vertrag auf seiner ordentlichen Sitzung am 3. Juni, dem Tag der Hauptversammlung von Evonik, verlängern.
21.04.2026Die gesetzliche Krankenversicherung steht vor einer strukturellen Finanzierungslücke. Ohne Gegenmaßnahmen würde diese bis 2030 auf rund 40 Milliarden Euro anwachsen. Der Referentenentwurf reagiert auf diese Entwicklung mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Zu konstatieren ist jedoch, dass der Entwurf eine gravierende Gerechtigkeitslücke aufweist, die geeignet ist, die Gesamtakzeptanz in Frage zu stellen.
21.04.2026Seit Freitag vergangener Woche kursiert der Referentenentwurf der Bundesgesundheitsministerin zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der noch diesen Monat durch das Kabinett soll. Für den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist er „eine verpasste Chance für mehr Gerechtigkeit.“ Die Pharmaunternehmen – in der Nationalen Pharmastrategie noch zur „Leitindustrie“ erhoben – sind entsetzt.
21.04.2026Prof. Gabor Petzold, Direktor für klinische Forschung am DZNE, äußert Kritik an der jüngsten Bewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) des Alzheimer-Medikaments „Donanemab“. Ebenfalls kritisch sieht er eine aktuelle Übersichtsarbeit der Organisation „Cochrane“ zur Wirksamkeit mehrerer Amyloid-Antikörper – eine Medikamentenklasse, zu der auch Donanemab gehört. „Aus meiner Sicht bleibt Donanemab eine wertvolle Therapieoption – ebenso wie das wirkungsähnliche Medikament Lecanemab. Die Bewertungskriterien des G-BA halte ich nicht für angemessen. Und das Cochrane-Review hat aus meiner Sicht gravierende methodische Mängel“, so Petzold. „Richtig ist aber auch: Wir benötigen weitere, noch bessere Therapien.“
21.04.2026Der veröffentlichte Referentenentwurf zum GKV-Spargesetz konterkariert die wirtschaftspolitische Zielsetzung der Bundesregierung und steht im diametralen Gegensatz zu den Ankündigungen zur Pharmastrategie. Anstatt Pharma als Leitbranche für Deutschland zu stärken, stehen die Unternehmen durch den dynamisierten Herstellerabschlag in der wirtschaftlichen Unkalkulierbarkeit. Betriebswirtschaftlich valide und notwendige Abschätzungen darüber, wie erfolgreich und sinnvoll Investitionen sein werden, sind auf dieser Grundlage nicht möglich.
21.04.2026Auf eine folgenschwere Fehlentscheidung steuert die Bundesregierung mit ihrem Sparpaket zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nach Auffassung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) zu. Der Chemieverband warnt vor fatalen Konsequenzen für die nationale Qualität der Gesundheitsversorgung und die Wettbewerbsfähigkeit der pharmazeutischen Industrie am Standort. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup mahnt: „Wenn die Bundesregierung die Sparhammer umsetzt, verspielt sie die Zukunft einer der innovativsten, produktivsten und exportstärksten Branchen in Deutschland. Wird der Pharmastandort weiter belastet, droht ein Abstieg mit Ansage."
21.04.2026Das geplante GKV-Spargesetz ist nach den Worten des BPI-Vorsitzenden Oliver Kirst „eine verpasste Chance für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, ein positives Signal zu setzen und mit diesem Rückenwind eine echte Strukturreform des Gesundheitswesens anzupacken“. Die ist notwendig, denn das System muss mehr können, mehr leisten als bisher. Dabei wäre es diesmal so einfach gewesen, in einem ersten Schritt das erwartete Defizit für 2027 auszugleichen: Den gesetzlichen Krankenkassen werden mehr als 15 Milliarden Euro fehlen. Eine einzige politische Entscheidung könnte dieses Problem fast im Alleingang lösen: Versicherungsfremde Leistungen werden künftig aus dem Bundeshaushalt bezahlt.
21.04.2026Asahi Kasei, ein weltweit tätiges, diversifiziertes Unternehmen, hat die Übernahme des deutschen Biopharmazieunternehmens Aicuris Anti-infective Cures AG (Aicuris) erfolgreich abgeschlossen. Die Übernahme ist ein weiterer wichtiger Baustein für Asahi Kaseis globale Plattform für Spezialpharmazeutika zur Behandlung schwerer Infektionskrankheiten.
21.04.2026Die Schlagzeilen sind erschütternd: Ein vermeintlicher Oberarzt behandelt jahrelang Patienten, bis herauskommt, dass er nie Medizin studiert hat. Oder: Ein Forscher in einem Pharmaunternehmen entwendet Formeln für ein neues Krebsmedikament. Das Gesundheitswesen (Healthcare & Life Sciences) ist ein Hochrisikosektor. Hier treffen extrem hohe ethische Anforderungen auf enorme wirtschaftliche Werte. Fehler bei der Einstellung sind nicht nur teuer, sie können tödlich sein.
21.04.2026Sysmex Europe hat offiziell seinen neuen Bürocampus in Hamburg-Alsterdorf eröffnet und damit den Umzug seines EMEA-Hauptsitzes von Norderstedt in die Stadt abgeschlossen. Rund 780 Mitarbeiter des Europäischen Hauptsitzes, der Deutschen Tochtergesellschaft und des Forschung- und Entwicklungsbereiches arbeiten nun gemeinsam am neuen Standort und stärken Hamburgs Position als Schlüsselstandort für Life-Science und Medizintechnik.
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