09.06.2020Gilead hat Ergebnisse der Phase-III-Studie mit Remdesivir bekannt gegeben. Eine intravenöse Gabe des antiviralen Mittels über fünf Tage erzielte eine signifikante Zustandsverbesserung des Patienten im Vergleich zu Erkrankten, die eine Standardbehandlung erhielten. Der Pharmakonzern denkt bereits über andere Darreichungsformen nach und forscht an neuen Formulierungen. / Gilead veröffentlichte Daten der Simple-Studie in der verschiedene Therapieregime miteinander verglichen wurden. In der Phase-III-Studie wurde die Wirksamkeit von Remdesivir bei Krankenhauspatienten mit mittelschwerem Covid-19-Verlauf untersucht. Es wurden eine fünftägige und zehntägige Behandlung mit dem antiviralen Medikament mit einer Standardbehandlung verglichen. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass Patienten im kurzen Verum-Arm am elften Tag eine um 65 Prozent höhere klinische Verbesserung aufwiesen als Patienten in der Kontrollgruppe. Auch die Verbesserung des klinischen Zustandes innerhalb der zehntägigen Behandlung war nachweisbar. Gilead plant, die vollständigen Daten in den kommenden Wochen von Experten begutachteten zu lassen, um sie dann in zu veröffentlichen.
09.06.2020Bereits letzten Sommer hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Zusammenführung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und wesentlicher Funktionseinheiten des Dimdi angekündigt. Doch dann gab es Ärger mit dem Datenschutz. Nun sind die Bedenken offenbar ausgeräumt. Am 26. Mai 2020 wurde das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Dimdi) unter dem Dach des BfArM zu einer Behörde zusammengeführt. / Ziel sei es, die Ressourcen und Expertise beider Behörden zu bündeln und so die Chancen, die sich durch die vielfältigen Entwicklungen im Gesundheitswesen ergeben, bestmöglich im Sinne der Patienten zu nutzen, so das BfArM. Synergieeffekte kämen dabei unter anderem mit Blick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen zum Tragen, hier werde beispielsweise die Aufgabenwahrnehmung in den Bereichen E-Health und neuer Technologien gestärkt. Auch die Bündelung der erweiterten Registerstrukturen im deutschen Gesundheitssystem gehe mit der Zusammenführung einher, wie etwa PharmNet oder das Organspenderegister. „Die vielfältigen medizinischen Fachinformationen und Services des Dimdi bleiben selbstverständlich in gleicher Qualität und gleichem Umfang erhalten. Den Nutzern stehen auch weiterhin sowohl der Kundenservice als auch die gewohnten Kontakte zur Verfügung“, so das BfArM. Diese Kontinuität gelte ebenfalls für den Webauftritt. Bis auf Weiteres sind die Angebote des Dimdi wie gewohnt unter der Adresse www.dimdi.de erreichbar. Auch hier würden nach einer Übergangszeit alle Inhalte des Dimdi in den Webauftritt des BfArM überführt und die Nutzer automatisch auf diese Seiten umgeleitet.

09.06.2020Die internationalen Kräfteverhältnisse im Bereich des geistigen Eigentums verschieben sich in wichtigen Zukunftstechnologien stark: Die Vereinigten Staaten nehmen noch in fast allen Bereichen die Spitzenposition ein. Europa kann auf einige bewährte Stärken bauen. Aber China und Südkorea holen dank einer viel höheren Dynamik massiv auf – oder sind bereits vorbeigezogen. Das erhöht den Druck auf Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt unsere Studie über die Entwicklung, Größe und Stärke nationaler Patentportfolios in Zukunftstechnologien.
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09.06.2020Für eine gleichbleibende, genaue Dosierung ist ein linearer Förderstrom ideal. Eine Einzelmembranbewegung verursacht eine erhebliche Pulsation, was die Dosiergenauigkeit und damit auch die Einspeisegenauigkeit der geförderten Flüssigkeit beeinträchtigt. Dies kann z. B. bei Chemikalien von erheblicher Bedeutung sein. Pulsationsdämpfer können das zwar wieder ausgleichen, sind jedoch nicht immer eine Option. Die Triplex-Dosierpumpe Hydra-Cell MT8 ist mit drei Membranen ausgestattet, welche nacheinander angesteuert werden.
09.06.2020Mitten in der weltweiten Corona-Pandemie könnte sich der bisher größte Übernahmedeal in der Pharmabranche anbahnen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge würde der britische Konzern Astrazeneca gerne mit dem US-Konkurrenten Gilead zusammengehen. Die Briten seien im Mai an die Amerikaner herangetreten, berichtete die Agentur am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Beide Unternehmen spielen bei der Suche nach einem Medikament oder einen Impfstoff gegen Covid-19 eine wichtige Rolle.
08.06.2020Manche Bakterien verursachen Schäden im Erbgut infizierter Zellen, die zu Krebs führen könnten. Dass die Mikroben aber tatsächlich die Ursache einer Krebserkrankung sind, ist schwer nachzuweisen, da Krebs oft erst Jahre später ausbricht. Forscher suchen daher nach einer Signatur, die Bakterien im Erbgut infizierter Zellen hinterlassen und die sie auch in den späteren Krebszellen nachweisen können. Forscher unter der Leitung von Thomas F. Meyer vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben nun zusammen mit Kollegen aus Helsinki, Stockholm und Barcelona einen solchen genetischen Fußabdruck identifiziert. Sie liefern damit erstmals einen direkten Beleg dafür, dass ein Bakterium Krebs auslösen kann.
08.06.2020Winzige Abschnitte aus RNA, einer dem Erbmolekül DNA eng verwandten Nukleinsäure, sind entscheidend an der Genregulation beteiligt und spielen auch bei der Entstehung von Krankheiten, etwa der Atherosklerose, eine wichtige Rolle. Typischerweise agieren diese sogenannten microRNAs (miRNAs) im Zytoplasma, wo sie zur Stilllegung von Genen beitragen, indem sie die Umsetzung genetischer Informationen in Proteine blockieren. Wissenschaftler um Professor Christian Weber vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK) am Klinikum der LMU haben nun einen ungewöhnlichen anderen Wirkmechanismus identifiziert: Wie die Forscher im Fachmagazin Science Translational Medicine berichten, kann die miRNA miR-126-5p auch in den Zellkern transportiert werden. Dort hemmt sie das Enzym Caspase-3, das den programmierten Zelltod auslöst. Dadurch wird die Gefäßinnenwand geschützt und atherosklerotischen Läsionen vorgebeugt.
08.06.2020Haarlosigkeit, Hautveränderungen, eine starke Überempfindlichkeit gegen Licht: Das sind die Symptome des so genannten IFAP-Syndroms. Wissenschaftler der Universitäten Peking, Hamburg und Bonn haben nun einen Gendefekt identifiziert, der die seltene Störung auslöst. Das IFAP-Syndrom ist sehr selten; deutschlandweit leiden vermutlich nicht einmal 100 Menschen unter dieser angeborenen Störung. Die Betroffenen sind spärlich behaart bis hin zu kompletter Haarlosigkeit, selbst Augenbrauen und Wimpern können ihnen fehlen. Ihre Haut ist oft schuppenartig verhornt; Sonnen- oder starkes Kunstlicht schmerzt ihnen in den Augen. Das Kürzel „IFAP“ steht für die medizinischen Bezeichnungen dieser drei Leitsymptome. Bereits 2009 konnte eine Arbeitsgruppe der Universität Marburg um Prof. Dr. Karl-Heinz Grzeschik Mutationen identifizieren, die das Syndrom auslöst. Sie betrifft eine Erbanlage auf dem X-Chromosom. Dieses ist bei Frauen doppelt vorhanden; sie können dem Defekt daher meist ein intaktes Gen entgegensetzen und erkranken selber nicht oder nur schwach. Männer haben dagegen nur ein X-Chromosom und können die Mutation nicht kompensieren. „Die Veränderung erklärt also vor allem IFAP-Erkrankungen bei Jungen und Männern“, betont Prof. Dr. Regina Betz vom Institut der Humangenetik der Universität Bonn, die schon an der damaligen Studie beteiligt war.
08.06.2020Die Menschen im Nordosten Sibiriens glaubten die gefährlichen Bakterien längst besiegt. Doch dann taute der Permafrostboden auf. Ein Zwölfjähriger starb und mehr als 70 Menschen kamen ins Krankenhaus. Ursache war der Milzbranderreger, den Terroristen auch schon für Anschläge eingesetzt haben. Die Erklärung für die Vorfälle auf der Jamal-Halbinsel im Jahr 2016 bereitet Sorgen: Der Junge soll den Erreger über das Fleisch eines kranken Rentiers aufgenommen haben. Mit steigenden Temperaturen sei das Bakterium aus dem Boden freigesetzt worden und habe zunächst Tiere infiziert. Welches Risiko lauert in Böden, die wegen der Erderwärmung zunehmend auftauen? «Die Gefahr ist durchaus reell», sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. An Kadavern, die das Eis inzwischen wegen der steigenden Temperaturen freigibt, hätten Bakterien selbst Jahrhunderte überleben können.
08.06.2020Alnylam Pharmaceuticals, Inc. (Nasdaq: ALNY), the leading RNAi therapeutics company, announced today positive Phase 3 results from the ILLUMINATE-A study of lumasiran, an investigational RNAi therapeutic targeting hydroxyacid oxidase 1 (HAO1) – the gene encoding glycolate oxidase (GO) – in development for the treatment of primary hyperoxaluria type 1 (PH1). The clinical data were presented at a late-breaking session at the European Renal Association-European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) International Congress being held as a virtual event on June 6-9.
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