31.03.2026Die Eskalation am Persischen Golf hat die fragile Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter eingetrübt. Die erhoffte Erholung wird jäh ausgebremst. Steigende Energie- und Rohstoffpreise erhöhen die Kosten der Industrie, schüren neue Inflationssorgen und dämpfen den Konsum. Auch in der Chemie nehmen die Konjunkturbedenken wieder zu. Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für das zentrale Exportgeschäft haben sich negativ entwickelt. Als energieintensiver Sektor ist die Chemie vom Irankrieg besonders betroffen: Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen treiben die Kosten unmittelbar nach oben, während die Auftragsflaute anhält.
31.03.2026Vetter, ein global agierender Dienstleister für Pharma- und Biotechunternehmen zur Herstellung lebensnotwendiger und lebensverbessernder Medikamente, erhält den CDMO Leadership Award 2026 als CDMO des Jahres in der Kategorie „Finished-Dose“. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen, die sich durch besondere Leistungen im Bereich Engagement, Qualität und technisches Know-how hervortun und unterstreicht Vetters Rolle als verlässlicher Partner für die Biopharmaindustrie. Die Award-Gewinner wurden im Rahmen der DCAT Week am 25. März 2026 in New York bekannt gegeben.
31.03.2026Wie gelingt es, die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren? Dazu hat die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte FinanzKommission Gesundheit (FKG) ihren ersten Bericht veröffentlicht. Die Bundesregierung hat nun die Qual der Wahl, welche der 66 Empfehlungen sie umsetzen will. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl: Denn unter den Vorschlägen sind Sparmaßnahmen, die das Zeug dazu haben, die Arzneimittelversorgung der Menschen und den Pharmastandort in Deutschland zu schwächen. Die FKG sieht das teilweise anders – hat aber eine wichtige Tatsache vergessen.
01.04.2026Es zeigt sich, dass der Auftrag der Kommission zu einseitig auf Einsparungen und wenig auf strukturelle Verbesserungen ausgerichtet ist. Dass wirtschaftspolitische Aspekte unberücksichtigt bleiben, ist die große Schwäche der Vorschläge. Insbesondere im Arzneimittelbereich drohen schwerwiegende Folgen für Versorgungssicherheit, Innovationskraft sowie Therapieeinschränkungen. Die Vorschläge für Arzneimittel unter Patentschutz sind kurzsichtig und stehen im offenen Widerspruch zum erklärten Ziel, Forschung und Entwicklung für den Bereich innovativer Arzneimittel zu stärken. Die Erhöhung des Herstellerabschlags, der Ausbau von Wettbewerb unter Patentarzneimitteln, Nachschärfungen bei Preis-Mengen-Regelungen, die Abschaffung des Orphan Drug Privilegs: alle diese Vorschläge eint, dass sie die Rahmenbedingungen für Hersteller massiv verschlechtern würden.
02.04.2026Merck, außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas als MSD bekannt, und Terns Pharmaceuticals, Inc. gaben bekannt, dass die Unternehmen eine endgültige Vereinbarung getroffen haben, nach der Merck über eine Tochtergesellschaft Terns für 53,00 US-Dollar pro Aktie in bar erwerben wird, was einem Eigenkapitalwert von etwa 6,7 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies entspricht etwa 5,7 Milliarden US-Dollar abzüglich der erworbenen Barmittel und stellt eine Prämie von 31 % auf den 60-Tage- und 42 % auf den 90-Tage-volumengewichteten durchschnittlichen Aktienkurs am 24. März 2026 dar.
07.04.2026BASF feierte die offizielle Einweihung des neu errichteten Verbundstandorts in Zhanjiang, Provinz Guangdong im Süden Chinas. Mit einer Fläche von rund vier Quadratkilometern ist er mehr als ein Großprojekt der BASF im Wachstumsmarkt China. „Zhanjiang zeigt, wie die Zukunft der Chemie aussieht: effizient, digital und von Anfang an bewusst nachhaltig. Der Standort zeigt eine smarte integrierte Verbundstruktur im industriellen Maßstab“, so Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender von BASF, bei der Zeremonie, an der Regierungsvertreter, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende teilnahmen.
07.04.2026Mit der Vorstellung ihrer Vorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat die Finanzkommission Gesundheit die Diskussion über die Finanzierung des Gesundheitssystems befeuert. Aus Sicht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) dürfen die Sparanstrengungen nicht zulasten des Pharmastandortes Deutschland gehen.
07.04.2026Nach Mitteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) besteht in Deutschland derzeit ein Versorgungsmangel mit ifosfamidhaltigen Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung. Bei ifosfamidhaltigen Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung handelt es sich um Arzneimittel zur Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen. Eine alternative gleichwertige Arzneimitteltherapie steht nicht zur Verfügung. Diese Feststellung ermöglicht es den zuständigen Behörden der Länder, nach Maßgabe des § 79 Absatz 5 und 6 AMG im Einzelfall ein befristetes Abweichen von den Vorgaben des AMG zu gestatten. Das Bundesministerium für Gesundheit wird bekanntmachen, wenn der Versorgungsmangel nicht mehr vorliegt. Die Bekanntmachung kann auf der Webseite des Bundesanzeigers abgerufen werden.
01.04.2026Ein Team von Helmholtz Munich und der Technischen Universität München (TUM) hat eine neue Mikroskopietechnik entwickelt, mit der Lipide in lebenden Zellen ohne chemische Markierung unterschieden und kartiert werden können – darunter Cholesterin und Sphingomyelin. Die Methode nutzt Licht im mittleren Infrarotbereich sowie optoakustische Detektion, um einen chemischen Fingerabdruck der Lipide zu erstellen. Damit entfällt die Notwendigkeit spezifischer fluoreszierender Marker, deren Entwicklung aufwendig ist und die die Lipidfunktion beeinträchtigen können. Die Forschenden berichten über ihre Ergebnisse in Nature Methods.
01.04.2026Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Pharma Deutschland und der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) kritisieren die im Bericht der GKV-Finanzkommission vorgeschlagenen zusätzlichen Sparmaßnahmen im Pharmabereich.
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