17.04.2026Immer mehr neue Arzneimittel erreichen Patientinnen und Patienten zuerst in den USA oder in China und oft erst später oder gar nicht in Europa. Eine neue Studie von Charles River Associates (CRA) zeigt: Deutschland entgeht inzwischen jedes dritte in den USA zugelassene neue Arzneimittel.
20.04.2026Seit Ausbruch des Irankriegs haben die vollversorgenden pharmazeutischen Großhandlungen in Deutschland eine Mehrbelastung in Höhe von 3,5 Millionen Euro durch die gestiegenen Dieselpreise zu tragen. „Damit Arzneimittel flächendeckend und verlässlich verfügbar sind, legen unsere Mitgliedsunternehmen jeden Tag tausende Kilometer Wegstrecke zurück. Die enorm gestiegenen Tourenkosten setzen den Pharmagroßhandel massiv unter Druck“, sagt der PHAGRO-Vorsitzende Marcus Freitag.
17.04.2026Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Festbetragsgruppenbildung für bestimmte Depot-Antipsychotika lenkt aus Sicht des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) den Blick auf ein grundlegendes Problem der Arzneimittelversorgung in Deutschland: Der Markt steht unter immer stärkerer Regulierung, verliert an Wettbewerbsfähigkeit und riskiert Versorgungssicherheit – mit dramatischen Folgen für den Krankheitsverlauf wie etwa im Fall von Depot-Antipsychotika für Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie.
17.04.2026Medikamente gegen seltene Erkrankungen – die „Orphan Drugs“ – genießen im deutschen System der Arzneimittel-Nutzenbewertung und -Preisverhandlung ein „Privileg“, so heißt es immer wieder. Von einem „fiktiven“ Zusatznutzen ist oft die Rede. Beides stimmt nicht: Dennoch hat sich diese Ausdrucksweise selbst in Expertenkreisen etabliert. Das ist ein Problem: Denn Sprache formt Wirklichkeit – und könnte zu politischen Entscheidungen führen, die die Versorgung der Patient:innen verschlechtern. Daher braucht es dringend mehr sprachliche Präzision in der Debatte, kommentiert Pharma Fakten-Redakteurin Alina Massari.
20.04.2026Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und der digitale Produktpass (DPP) treiben die Weiterentwicklung der industriellen Kennzeichnung voran. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Systeme an neue Vorgaben anzupassen und gleichzeitig stabile Produktionsprozesse sicherzustellen. Frank Debusmann, Sales Director National bei Rea Elektronik, erklärt: „Die EU-Verpackungsverordnung und der digitale Produktpass treiben momentan alle unsere Kunden um. Denn bei ihrer Umsetzung kommen auch die Kennzeichnungstechnologien auf den Prüfstand.“ Neben regulatorischen Anforderungen rückt auch die Qualität der Kennzeichnung stärker in den Fokus. Systeme zur Code-Prüfung und Qualitätssicherung gewinnen an Bedeutung.
20.04.2026Der Markt für bispezifische Antikörper befindet sich in einem rasanten Wachstum. Prognosen zufolge wird er von rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 41 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen. Dieses Wachstum ist zwar ein Gewinn für die klinische Forschung und die Patientenversorgung, deckt aber gleichzeitig einen erheblichen Produktionsengpass auf. Traditionelle Zelllinienentwicklungsverfahren (CLD) für bispezifische Antikörper können mit der strukturellen Komplexität dieser Moleküle nicht Schritt halten. Diese Diskrepanz zwischen therapeutischem Potenzial und Produktionsrealität stellt das zentrale Problem für die nächste Generation von Biopharmazeutika dar.
21.04.2026Das Biotechnologie-Unternehmen TIBEAY entwickelt mit Ronopterin ein Medikament zur gezielten Behandlung des sekundären Hirnschadens bei Patientinnen und Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Die Finanzierung unterstützt die Durchführung einer europäischen, multizentrischen Phase 3b Studie für Ronopterin und die Einreichung eines Zulassungsantrages bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Ronopterin ist ein First-in-Class-Wirkstoff, der die induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS) hemmt und damit die sekundäre Hirnschädigung nach einem SHT adressiert. MIG Fonds, einer der führenden deutschen Wagniskapitalgeber, gab bekannt, sich an einer Finanzierung der TIBEAY Biosciences B.V., Nijmegen, Niederlande, zu beteiligen. Die MIG Fonds 4, 6, 12, 17 stellen derzeit 2,5 Millionen Euro für das Startup bereit und beabsichtigen die Beteiligung zukünftig noch zu erhöhen. TIBEAY ist ein klinisches Biotechnologieunternehmen mit Fokus auf innovative Therapien für akute neurologische Erkrankungen. Der erfolgreiche Abschluss der Finanzierungsrunde über 35 Millionen Euro wird von der Münchner Athos KG angeführt. Beteiligt sind zudem die niederländischen Investoren Meneldor und Oost NL.
17.04.2026Die EU-Kommission hat den deutschen Industriestrompreis genehmigt. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt, dass die Bundesregierung in ihrem Entwurf den EU-Rahmen ausreizt und damit die mit diesem Instrument maximal mögliche Entlastung anstrebt. Klar ist aber auch: Diese Entlastung ist zu gering.
20.04.2026Die Würth Elektronik eiSos Gruppe feierte am 5. März 2026 die offizielle Eröffnung der Laborphase II ihres Asia Quality Design Center (QDC Asia) in Shenzhen. Die Einweihung wurde mit einer feierlichen Banddurchtrennung durch die Unternehmensleitung begangen, darunter der CEO der Würth Elektronik eiSos Gruppe, Thomas Garz, Dirk Knorr, COO, sowie der Leiter des QDC Asia, Yangyang Chen.
21.04.2026Ihr pH-Controller läuft einwandfrei, und alle Protokolle sind perfekt. Trotzdem variieren Ihre Batches. Das Problem? Sie suchen an der falschen Stelle. Die Ursache liegt selten in der Petrischale, sondern häufig im Gas-Handling.
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