28.04.2026Siegfried, ein weltweit führender Auftragsentwicklungs- und Produktionsdienstleister (CDMO) für die pharmazeutische Industrie, gab bekannt, dass alle Bedingungen für den Abschluss der bereits angekündigten Übernahme von drei Wirkstoffproduktionsstätten in den USA und Australien von einer Tochtergesellschaft von SK Capital Partners erfüllt sind. Der Abschluss der Transaktion erfolgt am 1. Mai 2026. Durch die Transaktion erweitert Siegfried sein globales Wirkstoffnetzwerk um drei Standorte für hochwertige niedermolekulare Wirkstoffe: Noramco, ein Produktionsstandort für die kommerzielle Fertigung in Wilmington, Delaware (USA), Purisys, eine Einrichtung für die Entwicklung und Herstellung klinischer Wirkstoffe in Athens, Georgia (USA), und Extractas Bioscience, ein Hersteller gereinigter Produkte mit Sitz in Westbury, Tasmanien (Australien). Die drei Standorte beschäftigen rund 400 Mitarbeiter und werden nach Abschluss der Transaktion Teil des globalen Netzwerks von Siegfried sein.
27.04.2026Roche hat im ersten Quartal 2026 Konzernverkäufe in Höhe von 14,7 Milliarden Schweizer Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Wachstum von sechs Prozent, während in Schweizer Franken ausgewiesen ein Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen ist. Die Entwicklung wurde durch die starke Nachfrage nach Medikamenten und diagnostischen Lösungen getragen, gleichzeitig belastete die Aufwertung des Schweizer Frankens das Ergebnis.
27.04.2026Evonik investiert rund 80 Millionen Euro in den Ausbau der biotechnologischen Produktionskapazitäten am Fermas-Standort in Slovenská Lupca, Slowakei. Mit dieser Investition wird eine hochmoderne Downstream-Fermentationstechnologie erweitert, um das Auftragsgeschäft zur Wirkstoffherstellung (engl. CDMO - Contract Development and Manufacturing Organization) des Konzerns zu unterstützen. Durch die Erweiterung entstehen etwa 50 neue Arbeitsplätze am Standort.
28.04.2026Sartorius hat seinen Wachstumstrend bei Umsatz und Erträgen im ersten Quartal des Geschäftsjahres wie erwartet fortgesetzt. „Sartorius ist mit einem deutlichen Umsatzanstieg ins Jahr 2026 gestartet – wir bleiben auf Wachstumskurs. Die Entwicklung ist insbesondere durch einen erheblichen Zuwachs im wiederkehrenden Geschäft mit Verbrauchsmaterialien in beiden Sparten getrieben. Wie erwartet verläuft das Geschäft mit Anlagen und Instrumenten weiterhin verhalten, sollte sich aber in den kommenden Quartalen dieses Übergangsjahres verbessern. Gleichzeitig verzeichnet die Laborsparte wieder Wachstum. Unsere Marge hat sich im ersten Quartal trotz geopolitischer Spannungen, anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten und Gegenwind durch Zölle robust gezeigt“, sagte Sartorius-Vorstandschef Dr. Michael Grosse.

04.05.2026Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ist es inzwischen möglich geworden, wissenschaftliche Publikationen massenweise zu fälschen. Das verursacht erhebliche Probleme im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess, weil Manipulationen echten Fortschritt behindern. Zudem ist die Erstellung solcher Fälschungen in sog. „Paper Mills“ zu einem florierenden Geschäftsmodell geworden. Der „Publish-or-perish“-Wahn und die Fixierung auf angebliche Qualitätskennzahlen statt auf den echten Erkenntnisgehalt einer Publikation öffnen der Profitgier Tür und Tor. Dazu kommen noch strukturelle Überforderung und Mangel an Anreizen, wirksam gegen Fehlverhalten vorzugehen. Damit steht nicht nur die Wissenschaft vor einer großen Vertrauenskrise, sondern auch das Vertrauen in die Wahrheit selbst.

05.05.2026Diese Studie untersucht das Potenzial elektronischer Packungsbeilagen (ePILs) als digitale Alternative zu papierbasierten Formaten sowie deren Einfluss auf die Therapietreue von Patienten. Auf Basis einer narrativen Literaturübersicht, einer Patientenbefragung (n = 119) und Experteninterviews (n = 6) wurden internationale Umsetzungsstrategien sowie Wahrnehmungen in Deutschland analysiert. Während Länder wie Japan oder Brasilien verpflichtende Modelle für ePILs etabliert haben, befinden sich die meisten europäischen Staaten noch in Pilotphasen.
06.05.2026Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) regelt die Inhalte der gesundheitlichen Versorgung mittels Richtlinien und entscheidet, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist dafür verantwortlich, den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Betroffene zu untersuchen. Dieser Beitrag berichtet über die Aktivitäten des G-BA und des IQWiG mit Fokus auf den Arzneimittemittelbereich und die Ergebnisse vom März 2026.
07.05.2026Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) in Amsterdam. Der CHMP ist zuständig für die Nutzen-Risiko-Bewertung der Zulassungsanträge für Humanarzneimittel, die EU-weit zugelassen werden müssen oder sollen. Er verabschiedet positive oder negative Zulassungsempfehlungen (Opinions). Die Koordinierungsgruppe für gegenseitige Anerkennungs- und dezentralisierte Verfahren (CMDh) hingegen koordiniert die Zulassungsverfahren für Arzneimittel in mehreren EU-Mitgliedstaaten sowie die Pharmakovigilanzverfahren. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der CHMP-Sitzung vom 23.–26. März 2026 und der CMDh-Sitzung vom 24.–25. Febr. 2026 zusammen.
08.05.2026Der Ausschuss für Orphan-Arzneimittel (Committee for Orphan Medicinal Products, COMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA), das die Anträge auf Zuerkennung für die Empfehlung des Orphan-Status für Arzneimittel prüft, die gegen seltene Krankheiten entwickelt werden. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 20.–22. Jan. 2026 zusammen.
11.05.2026Der Ausschuss für Kinderarzneimittel (Paediatric Committee, PDCO) ist ein wissenschaftliches Gremium der EMA, das die eingereichten pädiatrischen Prüfkonzepte (Paediatric Investigation Plan, PIP) bzw. die Freistellungsanträge von PIP (Waiver) bewertet. Im weiteren Verlauf prüft er, ob alle Studien gem. PIP tatsächlich durchgeführt wurden (Compliance Check). Dieser Beitrag fasst die Empfehlungen des PDCO aus der Sitzung vom 27.–30. Jan. 2026 zusammen.
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