04.09.2026Für den vfa ist eine Neuausrichtung der Arzneimittelpolitik unumgänglich. Deutschland will seinen Pharma- und Biotechnologiestandort stärken. Das Beitragssatzstabilisierungsgesetz weist jedoch in die entgegengesetzte Richtung. „Mit kleinteiligen Reparaturen kommen wir jetzt nicht mehr weiter“, sagt vfa-Präsident Han Steutel vor der Sitzung des Pharmadialogs. „Wer Deutschland als Pharma- und Biotechnologiestandort stärken will, kann nicht gleichzeitig die Bedingungen für Innovation verschlechtern. Jetzt braucht es eine Neuausrichtung der Arzneimittelpolitik.“
04.09.2026Huitlacoche oder „mexikanischer Trüffel“ gilt als Delikatesse. Eine, die schon die Azteken zu schätzen wussten. Dabei ist Huitlacoche vor allem eins: eine Plage, hierzulande als Maisbeulenbrand bekannt. Der Pilz Ustilago maydis befällt Maispflanzen, bildet dabei an Kolben, Stängeln und Blättern typische Wucherungen und verursacht hohe Ernteausfälle. Welche Strategien der Pilz nutzt, um sich in seinen Wirt einzunisten, erforschte die Mikrobiologin Regina Kahmann. Für diesen und weitere herausragende Beiträge zu ihrem wissenschaftlichen Lebenswerk verleiht ihr die Leopoldina die Cothenius-Medaille 2026.
04.09.2026Pharma Deutschland begrüßt die Schlussanträge von Generalanwältin Juliane Kokott im Klageverfahren Polens gegen die Kommunalabwasserrichtlinie. Mit ihrem Votum stellt Kokott die rechtliche Grundlage für die einseitige Finanzierungspflicht von Herstellern bestimmter Produktgruppen infrage. Die angegriffenen Regelungen verpflichten Hersteller von Humanarzneimitteln und kosmetischen Mitteln dazu, einen maßgeblichen Anteil der Kosten für zusätzliche Reinigungsstufen in kommunalen Abwasseranlagen zu tragen. Aus Sicht von Pharma Deutschland bestehen erhebliche Zweifel daran, dass diese pauschale Belastung mit den unionsrechtlichen Anforderungen vereinbar ist.
04.09.2026Zur Fortsetzung des Pharmadialogs und die Diskussion um AMNOG 2.0 erklärt der BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen: „Kritik am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) ist mehr als berechtigt. Gleichwohl ist es ein positives Signal, wenn sich das Bundesgesundheitsministerium jetzt mit erforderlichen Änderungen am AMNOG beschäftigt. Der BPI unterstützt das und wirkt daran mit. Wir müssen das AMNOG gemeinsam weiterentwickeln, und bürokratische Belastungen im Verfahren abbauen. Allerdings dürfen die Gespräche und Verhandlungen darüber die Folgen der US-amerikanischen Pharmapolitik sowie des BStabG nicht ausblenden. Die dort beschlossenen Sparmaßnahmen stehen in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur langfristigen Sicherung von Innovation und Patientenzugang. Es wird deshalb nicht ausreichen, AMNOG-Anpassungen zu diskutieren, während sich die Rahmenbedingungen für Markteinführung und Verfügbarkeit von Innovationen verschlechtern.
04.09.2026Pharma Deutschland begrüßt die Bereitschaft, im Dialog eine überfällige Harmonisierung im AMNOG anzugehen. Zugleich mahnt der Verband, die negativen Auswirkungen des GKV-BStabG auf Versorgung, Innovationsstandort und Investitionen in neue Therapien nicht aus den Augen zu verlieren. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden zuletzt drastische Sparmaßnahmen beschlossen. Instrumente, wie der erhöhte Herstellerrabatt, zusätzliche Rabattverträge für patentgeschützte Arzneimittel sowie die Verschärfung der Preis-Mengen-Regelungen im AMNOG stellen die bisherige nutzenbasierte Preisfindung in Frage und erhöhen das Versorgungsrisiko, bremsen Innovationen in Forschung und Entwicklung und gefährden langfristig notwendige Innovationen am Standort Deutschland.
04.09.2026Syntegon, strategischer Partner der Pharma-, Biotech- und Lebensmittelindustrie, hat nach dem Umzug von Waiblingen sein neues OSD-Kundenzentrum in Fellbach eröffnet. Reinräume, ein Pulverlabor und modernste Ausstattung schaffen ideale Bedingungen für pharmazeutische und nutrazeutische Studien mit festen oralen Darreichungsformen (OSD) wie Kapseln und Tabletten. Vom Labor bis zur Produktion profitieren Kunden von einem umfassenden Wissenstransfer, der die Markteinführung neuer Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel beschleunigt.
04.09.2026Ein europäisches Konsortium hat erfolgreich eine neue Methode zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe demonstriert, die dazu beitragen könnte, die Abhängigkeit von zentralisierter Produktion zu reduzieren, Lieferketten für Arzneimittel zu stärken und die Industrialisierung kritischer Medikamente zu beschleunigen. Das PIPAC-Konsortium, bestehend aus De Dietrich, Alysophil, Bruker und Novalix, gab den erfolgreichen Abschluss eines Pilotprogramms zur Validierung einer kontinuierlichen Herstellungsplattform für pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) bekannt.
04.09.2026Die Realisierung einer Produktionsanlage dauert von der Bestellung bis zur Vorabnahmefähigkeit durchschnittlich 12 Monate oder länger. Je nach Branche, Komplexität und Automatisierungsgrad sowie dem Anteil integrierter Fremdfabrikate kann insbesondere die Inbetriebnahme einschließlich Validierung und Qualifizierung einen erheblichen Kosten- und Zeitfaktor darstellen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Aumann und ViscoTec wurden gezielt Synergien realisiert. Durch die Standardisierung der Dosierprozesse innerhalb des A-PRO-Baukastens kann Aumann die Lieferzeiten von Produktionslinien mit integrierter Dosierzelle um bis zu 50 % verkürzen.
04.09.2026Wenn Sie die Automatisierung des internen Palettentransports in Betracht ziehen, sind Sie wahrscheinlich schon auf die Debatte gestoßen: AGV oder AMR? Hier beginnen die meisten Unternehmen ihre interne Forschung – und theoretisch scheint das ein guter Ausgangspunkt zu sein: Welche Technologie ist besser? Welcher Roboter ist intelligenter? Welche Lösung bringt uns unserem Ziel näher?
04.09.2026Durch die Zusammenarbeit erweitert Bürklin sein Portfolio um die innovativen Hard- und Softwarelösungen von Arduino und bietet Kunden damit einen noch breiteren Zugang zu modernen Entwicklungs-, Embedded- und AI-Technologien.
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