23.08.2018Medizinische Maßnahmen werden als wirkungsvoll eingeschätzt, wenn sie in Studien besser abschneiden als Placebo-Behandlungen, also als Behandlungen ohne Wirkstoff, zum Beispiel mit einfachen "Zuckerpillen". Dieser nachzuweisende Vorteil der Medikamentengruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe ist Grundlage der modernen, evidenzbasierten Medizin. Wenn für Medikamente oder andere medizinische Maßnahmen dieser Nachweis gelingt, werden sie aufgenommen in Behandlungsleitlinien. Wenn nicht, werden diese Behandlungen ausgegrenzt, wie zum Beispiel die Homöopathie oder zum Teil auch die Akupunktur. (...)

28.08.2018Hotmelt-Coating-Prozesse sind in der Lebensmittelbranche seit Langem fest etabliert. Die dafür eingesetzten Produktionsanlagen erfüllen jedoch meist nicht die hohen Anforderungen der Pharmaindustrie an die Reinigungsfähigkeit. In Anbetracht des wachsenden Interesses von Arzneimittelherstellern an schmelzbaren Überzügen auf der Basis von Fetten, Wachsen und Polymeren wurde eine Technologie entwickelt, die speziell für pharmazeutische Hotmelt-Anwendungen ausgelegt ist. (...)
24.08.2018Die NDMA-Verunreinigungen im Valsartan, die inzwischen bei zwei chinesischen sowie einem indischen Wirkstoffhersteller festgestellt worden sind, werfen Fragen im Hinblick auf die Verantwortlichkeiten auf. Hätte das Europäische Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) die Verunreinigung nicht erkennen müssen, als es die CEPs erteilte? Und wer hat überhaupt Einblick in diese Zertifikate? Die DAZ hat beim EDQM und Zulassungs-Experten nachgefragt. Wirkstoffhersteller können beim EDQM, der beim Europarat in Straßburg angesiedelten europäischen Arzneibuchkommission, (...)
24.08.2018Evotec AG gab die Bildung einer strategischen Allianz mit Novo Nordisk bekannt, mit dem Ziel, neue niedermolekulare Therapien zur Behandlung von Patienten mit Diabetes und Adipositas sowie damit verbundenen Folgeerkrankungen wie nichtalkoholische Steatohepatitis („NASH“), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und diabetische Nephropathie zu entwickeln. Evotec setzt ihre Wirkstoffforschungsplattform ein, speziell im Bereich liganden-basiertes Design, um zu versuchen neue und wirksame Medikamente für den Bereich Diabetes und Folgeerkrankungen zu entwickeln. (...)
24.08.2018Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. An dieses Motto halten sich nicht alle Leute. Das könnte an zwei bestimmten Hirnregionen liegen. Warum manche Menschen Aufgaben eher vor sich herschieben als sofort zu handeln, haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Mittels Kernspintomografie identifizierten sie zwei Hirnbereiche, deren Größe und funktionelle Verknüpfung damit zusammenhängt, wie gut eine Person ihre Handlungen kontrollieren kann. Die Ergebnisse berichtet das Team um Caroline Schlüter, Dr. Marlies Pinnow, Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün und Dr. Erhan Genç (...)
24.08.2018Die neurotrophe Keratitis ist eine seltene Erkrankung. Nach Schätzungen erkranken weniger als 5 von 10.000 Menschen an der degenerativen Schädigung der Hornhaut. In Deutschland ist das Orphan drug Oxervate (Cenegermin, Dompé Farmaceutica) im November auf den Markt gekommen. Jetzt hat auch die US-Arzneimittelbehörde FDA den Augentropfen die Zulassung erteilt. Cenegermin ist eine Rekombinante des humanen Nervenwachstumsfaktors (NGF). Das vom menschlichen Körper produzierte Protein ist für die Differenzierung, Erhaltung sowie das Überleben von Nervenzellen verantwortlich. (...)
24.08.2018Wie bereiten sich Muskelzellen auf einen anstrengenden Arbeitstag vor? Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Mitglieder im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), haben diese Frage untersucht und die Ergebnisse in 'PLOS Biology' publiziert. Die Arbeit deckt ein ganzes Stoffwechselnetzwerk auf, das wider Erwarten nicht durch das Gehirn, sondern über die 'innere Uhr' der Muskelzellen gesteuert wird. Quasi alle Zellen des menschlichen Körpers besitzen eine eigene innere Uhr. Sie steuert sämtliche Vorgänge, die nicht gleichzeitig stattfinden (...)
24.08.2018In vielen europäischen Ländern ist es üblich, eine Kosten-Nutzen-Bewertung vorzunehmen, bevor neue Medikamente und Behandlungsmethoden in den Leistungskatalog der Krankenkassen beziehungsweise eines Nationalen Gesundheitssystems (National Health Service) aufgenommen werden. Anders als in Deutschland wird zum Beispiel in England und den Niederlanden eine konkrete Summe angesetzt, die pro statistisch gewonnenem Lebensjahr nicht überschritten werden darf. Aber wie hoch sollte diese Summe eigentlich sein? Wie viel würden die Menschen in verschiedenen Ländern für ein zusätzliches Lebensjahr bezahlen? (...)
27.08.2018Je genauer der Feind bekannt ist, desto besser lässt er sich schlagen. Dieses Ziel verfolgt die moderne, personalisierte Krebstherapie. Die Idee ist, zunächst das Krebsgewebe detailliert nach molekularen Auffälligkeiten zu durchsuchen – also etwa einer Überexpression von Genen – und anhand der spezifischen Tumorsignatur das dazu passende Arzneimittel auszuwählen. Welche Veränderungen beim Brustkrebs lohnende Ziele sind, hat eine Kooperation des Instituts für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit dem Avera Cancer Institute Center for Precision Oncology ergeben. (...)
28.08.2018Die staatliche Krankenversorgung für Senioren Medicare könnte bei 29 häufig verwendeten Kombinationspräparaten durch den Wechsel auf Generika jährlich fast eine Milliarde US-Dollar einsparen, rechnen Ökonomen im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2018; 320: 650–656) vor. Kombinationspräparate sind für die Hersteller von Originalmedikamenten besonders profitabel, da sie oft zu einem höheren Preis angeboten werden können als die Summe der Monopräparate. Die Originalkombinationen füllen zudem eine Nische, weil die Generikahersteller häufig die Mühe scheuen, verschiedene Wirkstoffe in einer Tablette zu kombinieren. (...)
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