18.06.2020Das deutsche Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19 bis zu 100 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB). / Biontech werde den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Biontech hat nach Angaben der Brüsseler Behörde als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Im April startete die erste klinische Studie in Deutschland, gefolgt von einer weiteren klinischen Studie in den Vereinigten Staaten Anfang Mai. Mit vier parallel getesteten Impfstoffkandidaten gehöre das Programm von Biontech zu den umfangreichsten weltweit, hieß es am Donnerstag. Das Mainzer Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben aus dem vergangenen Monat für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.
18.06.2020Bisher bot Tilray zwei verschiedene Sorten Cannabis an: Eine ausgewogene Sorte mit gleichen Anteilen THC und CBD und eine Blüte mit hohem THC-Gehalt. Nun folgt mit Indica Strong eine Blüte, die einen THC-Gehalt von 22 Prozent aufweist. Die Blüte wird in Portugal angebaut, dadurch sei sie dauerhaft am deutschen Markt verfügbar. / Tilray will sein Sortiment an Cannabisblüten in den kommenden Monaten erweitern. Zu Beginn nahm das Unternehmen eine Blüte ins Portfolio auf, die einen hohen THC-Gehalt aufweist: Bisher hatte Tilray als einziges Unternehmen die Cannabisblüte THC25 im Sortiment – eine Blüte mit höherem THC-Gehalt gibt es nicht für den pharmazeutischen Markt. Diese sehr starke Pflanze ist nicht für alle Patienten geeignet, unter anderem deshalb vertreibt Tilray nun die – mit 22 Prozent THC – leicht schwächere Blüte Indica Strong. Das Kultivar Sirius sei ein erster Schritt zur breiteren Aufstellung im Cannabismarkt, so das Unternehmen.
18.06.2020Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages befassen sich zurzeit mit einer Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes. Das sieht Einschränkungen bei der Tabakwerbung vor. Durchaus lobenswert sei diese Initiative, sagen führende Gesundheitsexperten. Aber bei weitem nicht genug. / Tabakwerbung einschränken? Ein Thema, bei dem Deutschland im internationalen Vergleich hinterherläuft. Mit einer Gesetzesänderung will die Bundesregierung deshalb nachschärfen. Führenden Gesundheitsexperten reicht das nicht, denn es gibt Ausnahmen: So soll Tabakwerbung im Kino weiter erlaubt sein (zumindest bei Filmen ab 18 Jahren). Auch Werbung am Verkaufstresen von Tankstellen ist von einem Verbot ausgenommen.

19.06.2020Mit der Kampagne „For a safe future“ zeigt weisstechnik seine Lösungen für eine sichere Zukunft. In Anwenderberichten, Interviews und Produktvorstellungen bündelt das Unternehmen sein umfassendes Wissen hierzu. weisstechnik gilt als Hidden Champion: Meist unbemerkt verändert das Unternehmen mit seinen Produkten die Welt. Aus diesem Schatten tritt das Unternehmen nun mit der Kampagne "For a safe future" hervor. Sicherheit, Stabilität und Vorhersehbarkeit in allen Bereichen des Lebens – das sind für weisstechnik die Voraussetzungen für eine sichere Zukunft.

22.06.2020Mit einer Rundum-Etikettierung von bis zu 400 Produkten pro Minute dringt die HERMA Etikettiermaschine 132M HC in neue Dimensionen vor. Auf die besonders hohe Taktzahl getrimmt, wurde die Maschine in erster Linie mit Blick auf runde Pharmapro-dukte wie etwa Glas-Vials und die entsprechend hohen Losgrößen in der Healthcare-Industrie ausgelegt. Dazu zählen auch Maß-nahmen für die Optimierung der Gesamtanlageneffektivität wie etwa neuartige Drehteller, elektronische Positionsanzeigen und werkzeuglos zu wechselnde Formatsätze für schnelle Formatum-stellungen sowie die Bedienung der gesamten Maschine inklusive Kamera und Drucker über einen Industrie-Panel-PC (IPC) und damit erstmals über einen einzigen Monitor.

19.06.2020Unter dem Leitspruch „Day One: New Ways Set the Measure“ wechselte die bisherige Geschäftsführung der SensoTech GmbH. Ab sofort sind Robert Benecke und Hannes Benecke neue Geschäftsführer und lösen damit Dr. Ingo Benecke und Mathias Bode nach 30 Jahren ab. Die SensoTech GmbH wurde 1990 von Dr. Ingo Benecke und Mathias Bode gegründet und entwickelt und produziert seitdem Ultraschallmessgeräte für die Flüssigkeitsanalyse. Heute finden sich die Produkte in zahlreichen Industrieanlagen rund um den Globus. Die Entwicklung zu einem soliden, internationalen Unternehmen brachte immer wieder neue Herausforderungen mit sich.
18.06.2020Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und der südkoreanische Arzneimittel-Entwickler Qurient haben in enger Kooperation mit weiteren Partnern die QLi5 Therapeutics GmbH gegründet. Die Partner sind die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Nobelpreisträger Prof. Huber, emeritierter Direktor des des Max-Planck-Instituts für Biochemie. Die in Dortmund ansässige QLi5 Therapeutics hat neue Proteasom-Inhibitoren vom LDC und seinen Partnern lizenziert, um sie in die präklinische und klinische Prüfung voranzubringen und für die Behandlung von Krebs-, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Die Proteasom-Inhibitoren wurden im Rahmen einer langfristigen erfolgreichen Kooperation von LDC und Prof. Huber entwickelt, wobei Prof. Huber seine führende Expertise auf dem Gebiet des Proteasoms eingebracht hat und das LDC seine besondere Kompetenz im Bereich Wirkstoffentwicklung. Gemeinsam haben sie ein Portfolio an Proteasom-Inhibitoren mit einzigartigen Bindungseigenschaften und günstigen pharmakodynamischen Eigenschaften etabliert. Durch die erfolgreiche, strategische Zusammenarbeit von LDC, Qurient und MPG ist es dann gelungen, ein Joint Venture mit Qurient zur Weiterentwicklung dieses Ansatzes aufzubauen.
18.06.2020Orthopäden und Zellkulturexperten unter der Leitung von Dr. Shojiro Katoh, President des Krankenhauses von Edogawa, berichteten von einer bahnbrechenden Errungenschaft bei der Züchtung pluripotent exprimierender Zellen aus Knorpelgewebe von Kniegelenken älterer Menschen, die von Osteoarthritis (OA) betroffen sind. Weltweit sind Millionen von Kniegelenken von OA betroffen, und Menschen mit schweren Erkrankungen unterziehen sich einer totalen Knieendoprothese (Total Knee Arthroplasty, TKA), bei der beschädigter Knorpel durch eine künstliche Knieprothese ersetzt wird. Dr. Katoh nahm während der TKA-Operation Teile des geschädigten Gewebes, das sonst abgelegt wird, isolierte Chondrozytenzellen im Labor für Gewebetechnik und konnte sie als vollständig reorganisiertes gesundes Knorpelgewebe kultivieren, das für die Pluripotenz relevante Biomarker exprimiert.
19.06.2020Die Feinheiten der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) sind vielleicht für einige Medizinproduktehersteller und Unternehmen in der Industrie noch unklar, insbesondere die neuen Anforderungen und Auswirkungen für Wirtschaftsakteure. Die kürzlich eingetretene Verschiebung der EU-MDR-Frist auf den 26. Mai 2021 ist daher eine positive Entwicklung für die Branche, da sie den Unternehmen mehr Zeit zur Vorbereitung einräumt. Diese zusätzliche Zeit wird es den Unternehmen ermöglichen, sich besser auf die komplexen Veränderungen vorzubereiten, die von der Verordnung vorgesehen sind und sich gründlich mit den spezifischen Anforderungen in Bezug auf ihre Wirtschaftsakteuren auseinanderzusetzen. Neben den Unternehmen, die sich mit Medizinprodukten befassen, sollten auch Pharma-, Biopharma- und Biologieunternehmen über die Auswirkungen der EU-MDR auf all ihre Produkte informiert werden, die der Definition eines Medizinprodukts entsprechen. Im Rahmen der Verordnung müssen sich Pharmaunternehmen einer viel strengeren Aufsicht des unterstützenden Medizinprodukt-Teils ihrer Kombinationsprodukte unterziehen und müssen daher die Einhaltung der Vorschriften in ihrer gesamten Lieferkette überprüfen und bestätigen, dass alle Wirtschaftsakteure ihrer Verantwortung nachkommen. In diesem Artikel werden Schlüsselaspekte dieser neuen Verantwortlichkeiten beleuchtet mit dem Ziel, den Unternehmen zu helfen, die zusätzliche Zeit zu nutzen.
19.06.2020Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Erlaubnis zum klinischen Einsatz von Hydroxychloroquin und Chloroquin bei Patienten mit Covid-19 widerrufen. Somit dürfen beide Arzneistoffe nicht mehr offiziell zur Behandlung oder Prophylaxe von Corona-Infektionen eingesetzt werden. / Die FDA hatte Ende März eine Notzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) für Chloroquin und Hydroxychloroquin erteilt, sodass die beiden Wirkstoffe in verschiedenen Krankenhäusern angewendet werden konnten. In den USA ist Hydroxychloroquin nicht zugelassen, Chloroquin wird gegen Malaria eingesetzt. Eingesetzt werden durften die Mittel nur bei Erwachsenen über 50 kg Körpergewicht und nur bei Patienten, die für den Einschluss in eine klinische Studie keine Option ist.
Sie sehen Artikel 8831 bis 8840 von insgesamt 23543